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Ruanda – 20 Jahre nach dem Genozid

Die Destabilisierung einer Region, und was Deutschland damit zu tun hat

Univ.-Prof. Nando Belardi

Vortrag im EL-DE-Haus (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln)

Vor 20 Jahren, am 6. April 1994, begann der Genozid an den Tutsi in Ruanda. Innerhalb von etwa 100 Tagen wurden knapp eine Million Menschen ermordet. Heute wissen wir, dass  keine Stammeskonflikte zu dem Völkermord führten,  sondern dass die bis 1959 privilegierte Volksgruppe der Tutsi von einer militanten Gruppe innerhalb der ruandischen Bevölkerungs-mehrheit der Hutu planmäßig umgebracht werden sollte. → mehr „Ruanda – 20 Jahre nach dem Genozid“

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Balagan

Ein Dokumentarfilm von Andres Veiel

Filmvorführung im EL-DE-Haus (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln)

Der Film porträtiert drei Schauspieler des israelischen Theaterzentrums Akko. Er dokumentiert ihre Inszenierung über die NS-Verfolgung und deren Folgen und zeigt zugleich den Zwiespalt, in dem sich die jungen jüdischen Schauspieler heute noch befinden.

Näheres zum Inhalt des Films ist im Artikel von Anne Frederiksen (Die Zeit) nachzulesen.

 

 

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Schrecken ohne Ende?

Die psychischen Folgen von Nazi-Terror und Folter und ihr Fortwirken in den nachfolgenden Generationen

Prof. Dr. Klaus Ottomeyer

Klaus Ottomeyer hat sich wissenschaftlich und als engagierter Psychotherapeut  mit den Folgen extremer politischer Gewalt befasst. In Klagenfurt/ Kärnten  – seiner Arbeitsstätte –  war bis zum Regierungswechsel im März 2013 die Arbeit mit den lange missachteten Opfern des Nationalsozialismus und ihren Familien, mit der slowenischen Minderheit sowie mit den traumatisierten Flüchtlingen aus Kriegsgebieten eine besondere Herausforderung. Sein zentrales Anliegen dabei ist die nicht auflösbare Dialektik von Widerstand und Anpassung, von individueller und kollektiver Spannung, die von allen, die sich mit dem Thema befassen, reflektiert und in die Arbeit mit einbezogen werden muss. → mehr „Schrecken ohne Ende?“

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Die Auswirkungen des Holocaust auf die 2. Generation der Sinti und Roma

Gemeinsame Veranstaltung des Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und PAKH in Heidelberg

Am Vormittag führte Silvio Peritore, der Leiter des Kultur- und Dokumentationszentrums durch die ständige Ausstellung des Hauses zum Thema „Der Genozid an den Sinti und Roma“ mit anschließender Diskussion.

Zum Einstieg in die dann folgende Veranstaltung wurde die Arbeit des Zentralrats der deutschen Sinti und Roma durch Herrn Peritore vorgestellt. Michael Teupen gab eine kurze Übersicht über die Arbeit des Bundesverbands „Information und Beratung für NS-Verfolgte“ in Köln und Peter Pogany-Wnendt über die Arbeit von PAKH. → mehr „Die Auswirkungen des Holocaust auf die 2. Generation der Sinti und Roma“

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Kulturelles Erinnern szenisch gestalten?

Eine Einführung in die Living Sculpture-Arbeit

Prof. Dr. Björn Krondorfer

Individuen sind unweigerlich in einer Familie, in der jeweiligen Kultur, Nation, religiösen Gemeinschaft und anderen Gruppen, in die sie hineingeboren werden, eingebettet. Daher sind sie immer mit der Geschichte der jeweiligen Gruppen eng verflochten. Geschichte ist das persönliche und kollektive Erbe, das uns von unseren Vorfahren mitgegeben wird. Das ist für Mitglieder inzwischen eine selbstverständliche Erfahrung, die aus der Arbeit im PAKH hervorgegangen ist. → mehr „Kulturelles Erinnern szenisch gestalten?“

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Über die Unvermeidbarkeit des Vergessens in der Erinnerungsarbeit

Öffentlicher Vortrag im Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf e.V

Prof. Dr. Björn Krondorfer

Seit Sigmund Freud gilt in der Psychoanalyse das Erinnern als Voraussetzung für das Durcharbeiten neurotischer Störungen und traumatischer Erfahrungen. Freud schrieb in seinem berühmten Trias Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten (1914) dem Erinnern eine heilsame Wirkung zu. Seitdem wird Erinnern mit dem Vorgang der „Bewusstwerdung“ gleichgesetzt. Die psychoanalytische Technik soll das Erinnern ermöglichen. Gleichzeitig stehen dem Erinnern „Widerstände“ entgegen, die mit der Unverträglichkeit der verdrängten Inhalte für die Psyche zu tun haben. → mehr „Über die Unvermeidbarkeit des Vergessens in der Erinnerungsarbeit“

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Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma

Rezeption und Auswirkungen bis heute

Dr. Silvio Peritore, Politikwissenschaftler

Öffentlicher Vortrag NS-Dokumentationszentrum im EL-DE-Haus

Bis heute gehört der Holocaust an Sinti und Roma zu den am wenigsten bekannten Verbrechen des NS-Regimes. Dem nationalsozialistischen Völkermord sind etwa eine halbe Million Sinti und Roma zum Opfer gefallen. Sie waren Opfer von Vergasungsaktionen, vor allem in Auschwitz, von Massenerschießungen sowie von Zwangsarbeit, medizinischen Experimenten und sogenannten Todesmärschen. → mehr „Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma“

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Jüdische Schicksale in Bünde

Gruppe „Netzwerk am Gymnasium am Markt“ zu Gast bei PAKH

Die Arbeitsgruppe aus Bünde „Gruppe Netzwerk am Gymnasium am Markt“ war eingeladen, um über ihr inzwischen 12jähriges Projekt zu erzählen, die Lebensgeschichten der während des Nationalsozialismus aus Bünde verschwundenen Juden zu recherchieren und daraus weitere Projekte zu entwickeln. Es war ein Gegenbesuch der Einladung vom 19. Februar 2011 an PAKH-Mitglieder zum Thema „Kriegskinder-Kriegsenkel“, bei der Senioren aus Bünde in kleinen Gruppen von den Schülern zu ihren Schicksalen befragt wurden. → mehr „Jüdische Schicksale in Bünde“

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Fremder Feind , so nah

Als Deutsche im Spannungsfeld des Dialogs zwischen Israelis und Palästinensern

Alexandra Senfft

Alexandra Senfft, Islamwissenschaftlerin, Autorin und Publizistin, setzt sich engagiert für die Friedens- und Dialog-Arbeit zwischen Israelis und Palästinensern ein. Angeregt durch ein dreijähriges internationales Trainingsseminar „Storytelling in Conflict“ mit dem israelischen Psychologen Dan Bar-On, geht sie der schwierigen Dialogarbeit zwischen den „Feinden“ Israel und Palästina nach. → mehr „Fremder Feind , so nah“

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Compliance versus Obedience: What Kind of People Do We Want our Children to Become

Henri Parens, M.D.
Psychiatrist, Psychoanalyst – Holocaust Survivor

Vortrag im Lew-Kopelew-Forum Köln
in Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf e.V.

Henri Parens wurde 1928 in Lodz geboren. Im Jahr 1940 ist er zusammen mit seiner Mutter vor den Nationalsozialisten von Belgien nach Frankreich geflohen. Dort wurden sie gemeinsam im Lager Rivesaltes interniert. Anfang Mai 1942 konnte er auf einem der letzten Kindertransporte in die USA fliehen, wo er von einer amerikanischen Familie aufgenommen wurde. Seine Mutter wurde im August 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Henri Parens wurde Kinderpsychiater und Psychoanalytiker. Sein Leben lang widmet er sich der Erforschung menschlicher Aggression und bösartiger Vorurteile → mehr „Compliance versus Obedience: What Kind of People Do We Want our Children to Become“