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Schrecken ohne Ende?

Die psychischen Folgen von Nazi-Terror und Folter und ihr Fortwirken in den nachfolgenden Generationen

Prof. Dr. Klaus Ottomeyer

Klaus Ottomeyer hat sich wissenschaftlich und als engagierter Psychotherapeut  mit den Folgen extremer politischer Gewalt befasst. In Klagenfurt/ Kärnten  – seiner Arbeitsstätte –  war bis zum Regierungswechsel im März 2013 die Arbeit mit den lange missachteten Opfern des Nationalsozialismus und ihren Familien, mit der slowenischen Minderheit sowie mit den traumatisierten Flüchtlingen aus Kriegsgebieten eine besondere Herausforderung. Sein zentrales Anliegen dabei ist die nicht auflösbare Dialektik von Widerstand und Anpassung, von individueller und kollektiver Spannung, die von allen, die sich mit dem Thema befassen, reflektiert und in die Arbeit mit einbezogen werden muss.

Auf welche Weise leiden die Kinder und Enkel der unmittelbar Traumatisierten immer noch unter der Verfolgung? Wie geht man als Psychotherapeut, aber auch als engagierter Bürger mit der immer wieder aufkommenden Empörung über die schlechte Behandlung der Opfer von Seiten der Politik um? In seinem Beitrag versucht Klaus Ottomeyer anhand von Fallbeispielen und theoretischen Überlegungen Antworten auf diese Fragen zu geben.

Die Veranstaltung fand statt in Kooperation mit
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln – EL-DE-Haus
Therapiezentrum für Folteropfer / Flüchtlingsberatung des Caritas-Verbandes für die Stadt Köln e.V.
Allerweltshaus Köln e.V., Projekt „Erinnern und Handeln für die Menschenrechte“

Am 16.11.2013 fand für PAKH-Mitglieder ein Samstagsgespräch mit Prof. Ottomeyer statt zum Thema “Welche Auswirkungen haben kollektive Traumatisierungen auf uns als Individuum und als Teil einer gesellschaftspolitischen Großgruppe?”