Pumla Gobodo-Madikizela (edit.): History, Trauma and Shame

Engaging the Past through Second Generation Dialogue

History, Trauma and Shame provides an in-depth examination of the sustained dialogue about the past between children of Holocaust survivors and descendants of families whose parents were either directly or indirectly involved in Nazi crimes. Taking an autobiographical narrative perspective, the chapters in the book explore the intersection of history, trauma and shame, and how change and transformation unfolds over time. The analyses of the encounters described in the book provides a close examination of the process of dialogue among members of The Study Group on Intergenerational Consequences of the Holocaust (PAKH), exploring how Holocaust trauma lives in the ‘everyday’ lives of descendants of survivors. It goes to the heart of the issues at the forefront of contemporary transnational debates about building relationships of trust and reconciliation in societies with a history of genocide and mass political violence. This book will be great interest for academics, researchers and postgraduate students engaged in the study of social psychology, Holocaust or genocide studies, cultural studies, reconciliation studies, historical trauma and peacebuilding. It will also appeal to clinical psychologists, psychiatrists and psychoanalysts, as well as upper-level undergraduate students interested in the above areas.

With contributions by PAKH members Beata Hammerich, Erda Siebert, Peter Pogany-Wnendt, Johannes Pfäfflin and Elke Horn

Pumla Gobodo-Madikizela is Professor and holds the South African National Research Foundation Research Chair in Violent Histories and Transgenerational Trauma  in the Faculty of Arts and Social Sciences at Stellenbosch University, South Africa. She is the author of the award-winning A Human Being Died that Night: A South African Story of Forgiveness.

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Alexandra Senfft: The Long Shadow of the Perpetrators

This article addresses the transgenerational consequences of the Second World War and the Holocaust for the descendants of the Nazi perpetrators and bystanders. Using the example of her own family, the author traces the external obstacles and the psychological difficulties arising from working through a legacy of crime, compounded by the fact that an atmosphere of taboos, silence and denial has persisted within German families – in spite of all the research and enlightenment in the academic and political spheres. The author argues that the patterns of feeling, thinking and action are often passed down when they are not scrutinised. Meaningful dialogues with the survivors and their descendants, as well as authentic remembrance, the author claims, can only take place if descendants of the victimisers break away from those generationally transmitted narratives which continue to evade the entire truth about the crimes committed by the Nazis and their accomplices in Europe.
in: European Judaism. A Journal for the New Europe, Vol. 53: Issue 2, September 2020, pages 77-86

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Filmabend „Nachlass“

Vorführung des Films „Nachlass“ im Odeon Kino Köln mit anschließender Gesprächsrunde mit den Protagonisten und den beiden Filmemachern Christoph Hübner und Gabriele Voss.

Sieben Nachkommen von NS-Tätern und Überlebenden des Holocaust erzählen die Geschichten ihrer Eltern und Großeltern während der NS-Zeit und des Holocaust. Sie berichten über ihr persönliches Ringen mit dem schwierigen transgenerationellen Erbe von Täter- oder Opferschaft und zeigen ihren individuellen Umgang mit dem belastenden seelischen Vermächtnis.

Zwei der Protagonisten, Erda Siebert und Peter Pogany-Wnendt, sind Mitglieder des PAKH. Sie veranschaulichen ihren langjährigen persönlichen Dialog als Täter- bzw. Opfernachkommen, der ein Beispiel der PAKH-Dialogarbeit darstellt.
Christoph Hübner und Gabriele Voss haben einen ungewöhnlich einfühlsamen und authentischen Film gemacht, der die Nachkommen in der zweiten und dritten Generation nach dem Holocaust für sich sprechen lässt und dadurch sehr unmittelbar zeigt, dass die Folgen von unverarbeiteter Täter- bzw. Opferschaft in den Seelen der Nachkommen weiterleben und wirkmächtig sind. Der Film gewann den ersten Preis beim Internationalen Geschichte Filmfestival in Rijeka 2018 und wurde für den Grimme Preis 2020 nominiert.

Diese Veranstaltung musste wegen Corona leider ausfallen. Voraussichtlich wird sie nachgeholt, aber ein neuer Termin steht noch nicht fest.

44. Samstagsgespräch mit Annette Simon – Wut schlägt Scham

Die Thematik des Vortrags von Anette Simon (Psychoanalytikerin, Autorin und Publizistin, Berlin) am Vorabend: „Wut schlägt Scham – Ostdeutsche Identitäten in der Gegenwart“ wird noch einmal vertieft, reflektiert und diskutiert. Ein weiterer Themenbereich: Traumatisierungen der Ostdeutschen.Vortrag von Annette Simon

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Vortrag von Anette Simon (Psychoanalytikerin, Autorin und Publizistin, Berlin): „Wut schlägt Scham – Ostdeutsche Identitäten in der Gegenwart“

Offensiv und höchst instrumentell übernimmt die AfD in Ostdeutschland
die zentrale Parole der friedlichen Revolution von 1989: „Wir sind das Volk“. Damit aber homogenisiert sie die DDR-Bevölkerung, deren Identität vielfach gespalten war und ist. Demgegenüber gilt es viel stärker – auch mit dem Blick auf westdeutsche Zuschreibungen – die Widersprüche und Bedingungen der ostdeutschen Identitäten in den Blick zu nehmen und sie in der bundesrepublikanischen Gegenwart zu verorten.

Eine Veranstaltung des „Arbeitskreises für intergenerationelle Folgen des Holocaust, ehem. PAKH e.V.“ in Kooperation mit dem IPR – Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Rheinland e.V. und dem NS-Dokumentationszentrum Köln.

Diese Veranstaltung musste wegen Corona leider ausfallen. Voraussichtlich wird sie nachgeholt, aber ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Das Böse in der Geschichte

Rezension von Jan Plamper

Die Vereinigten Staaten von Amerika, die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik und der Umgang mit Krieg, Besatzung, Aufarbeitung der Verbrechen – Vergleiche lassen sich als Quellenarbeit, Personengeschichte, Strukturanalysen oder mit Hilfe einer oral history ziehen. Die Philosophin Susan Neiman hat in ihrem Buch „Von den Deutschen lernen“ alles mit einbezogen, und Jan Plamper ist davon angetan:
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75 Jahre Kriegsende

In vielen europäischen Ländern ist der 8. Mai ein Feiertag. Auch in Deutschland wird an das Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert. Wie wichtig ist heute die Versöhnung über Grenzen hinweg? PAKH-Mitglied Beate Bornmüller in: sonntags, ZDF, 10.05.2020
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43. Samstagsgespräch – 25 Jahre PAKH – Möglichkeiten und Grenzen des Dialogs

Ein Forum für Dialogarbeit zwischen den Nachkommen der
Überlebenden und der Täter/Mittäter

Die Gründungsidee des PAKH fokussierte in erster Linie die unter Einbeziehung der persönlichen Familiengeschichte selbstreflexiven und dialogischen Aspekte der Auseinandersetzung mit den transgenerationellen Folgen der Verfolgung im Nationalsozialismus. Auf der Grundlage der Erkenntnisse dieser PAKH-internen Arbeit sollte in die Gesellschaft hineingewirkt werden. Dabei hatten die Gründungsmitglieder weniger das konkrete tagespolitische Handeln im Auge als vielmehr die allmähliche Überwindung des damals noch herrschenden Schweigens und der „Sprachlosigkeit“ durch öffentliche Aufklärung. Sie gingen von dem psychoanalytischen Grundgedanken aus, dass das Bewusstmachen und Durcharbeiten unbewusster unerledigter seelischer Inhalte und Konflikte – was sie damals in Bezug auf den Holocaust die „transgenerationelle Weitergabe“ nannten – sowohl für das Individuum wie auch für die Gesellschaft befreiende und heilsame Wirkung haben kann. So wollten sie mit den Mitteln der psychoanalytisch orientierten Aufklärungsarbeit dem Wiederaufleben von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit entgegenwirken.

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