Ziele und Aufgaben des Vereins

Der Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust, – ehem. PAKH e.V. wurde 1995 von jüdischen und nicht-jüdischen deutschen Mitgliedern, in der Mehrzahl Psychotherapeuten, gegründet. Der ursprüngliche Name PAKH war die Abkürzung für „Psychotherapeutischer Arbeitskreis für Betroffene des Holocaust.“ Da die Mitglieder später zunehmend aus anderen Berufsgruppen kamen, wurde der Name 2006 in „Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust“ geändert. Dennoch sprechen viele Mitglieder weiterhin vom „PAKH“. Dieser wendet sich an alle Menschen, die sich für ein Verständnis der Konflikte im Zusammenhang mit politisch und individuell motivierter Gewalt engagieren möchten.

Erklärtes Ziel des Vereins ist es, durch persönliche Auseinandersetzung und öffentliche Aufklärung sowohl dem individuellen als auch dem kollektiven Vergessen der Verfolgung im Nationalsozialismus entgegenzuwirken. Er versteht sich darüber hinaus – auf der Grundlage interdisziplinärer Forschung, insbesondere psychoanalytischer Erkenntnisse – als Initiative gegen das Wiederaufleben von Gewalt, Antisemitismus, Antiziganismus und Fremdenfeindlichkeit.

Seit einigen Jahren hat sich der Verein aufgrund seiner internationalen Erfahrungen über Deutschland hinaus in die Gruppe der Konflikt- und Friedensforschungs-Initiativen eingereiht und sucht den Dialog und konzeptionellen Austausch mit vergleichbaren Projektgruppen.

Titelbild: »Judith Rosenberg, at the age of 93 the last living Nazi concentration camp survivor in Scotland, reacts emotionally at being shown a photograph of her parents as she and a friend look through a folder in which she keeps documents charting her journey from childhood in Hungary, imprisonment by the Nazis in the Auschwitz concentration camp, and her marriage to British army officer Harold Rosenberg in Germany soon after the end of the war. Judith’s father perished in Auschwitz. Her mother survived and returned to live in Hungary.«
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Photo by Judah Passow, Glasgow, 2019