1933-1945: Die NS-Zeit war recht kurz, doch die Traumata, Schuld und Schweigen prägen Generationen. Immer mehr Nachkommen recherchieren: Auf welcher Seite standen die Vorfahren? Studien zeigen, wie groß die Lücke zwischen Erinnerung und Realität ist.
PAKH-Sprecher:innen Alexandra Senfft und Peter Pogany-Wnendt sowie viele weitere PAKH-Mitglieder im Podcast der Langen Nacht von Deutschlandfunk.
Ein Radiofeature von Burkhard Reinartz | 09. Mai 2026
War Opa ein Nazi? Diese Frage haben sich sicher viele gestellt, die jetzt die endlich online gestellte NSDAP-Mitgliedskartei durchsucht haben. Woher das immense Interesse über 80 Jahre nach Kriegsende? Oder können erst die Enkel das familiäre Schweigekartell durchbrechen? Darüber diskutieren Alexandra Senfft, Buchautorin und Enkelin des NS-Kriegsverbrechers Hanns Ludin, und der TV Moderator Andreas Bönte, Enkel eines Täters bei den November-Pogromen, zusammen mit Andrea Mühlberger.
Autorin: Andrea Mühlberger
PAKH-Vorständin und Co-Sprecherin in: Kulturleben, BR2, 30. April 2026
Biografischer Austausch im RomnoKher (Haus der Kultur) im Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg
Am 27. Oktober trafen sich der PAKH-Vorstand und PAKH-Mitglieder mit Mitgliedern des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg in Mannheim zum biografischen Austausch im RomnoKher (Haus der Kultur). Die PAKH-Mitglieder bekamen von Daniel Strauß, dem Vorsitzenden des Landesverbands, eine Einführung in die Geschichte der Sinti und Roma und eine Führung durch die Ausstellung »Mari Parmissi«. Anschließend erzählten die Teilnehmenden sich ihre sehr unterschiedlichen Geschichten vor dem Hintergrund der NS-Zeit und machten einen Spaziergang zu einem Gedenkort für die Mannheimer Sinti, die von den Nationalsozialist:innen ermordet wurden. Es war ein bewegender und intensiver Tag, der den dringend notwendigen, gesellschaftlichen Austausch und auch den Dialog innerhalb des PAKH voranbrachte. Wir sind dem Team des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg sehr dankbar für diese einzigartige Gelegenheit.
Foto: Melody Klibisch, Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg
Großonkel Pauls Geigenbogen Die Familiengeschichte eines preußischen Sinto Lesung mit Gespräch und Musik
Köln, Do. 21. Nov. 2024, 18:00 Uhr
Seit Jahrzehnten kämpft Romeo Franz für die Rechte von Sinti*zze und Rom*nja. Mit der Autorin Alexandra Senfft erzählt er eine akribisch recherchierte Chronik seiner preußischen Sinti-Familie vom 19. Jahrhundert bis heute. Außergewöhnliche Schicksale treten ans Licht – aber auch die Erinnerungen an Ausgrenzung, Abwertung im Kaiserreich und schließlich die Vernichtung durch die Nationalsozialisten.
Im Gespräch mit der Historikerin Dr. Karola Fings (Universität Heidelberg) stellen Romeo Franz und Alexandra Senfft (2. PAKH-Vorsitzende) die mitreißende Familiengeschichte vor, musikalisch begleitet von Sunny Franz (Geige) und Sascha Reinhardt (Gitarre).
In Kooperation mit dem Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust und dem Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. Das Projekt wird in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.
Alexandra Senfft, 2. Vorsitzende des PAKH, im ARD Alpha „Tagesgespräch“ Live und parallel in Radio Bayern 2
Im Gespräch waren u. a. auch Menschen, die im PAKH stark vertreten sind: Nachkommen aus Familien, die einerseits jüdisch und anderseits Nazis waren, Nachkommen des politischen/kommunistischen Widerstands, Sinti und Roma.