Gemeinsames Gedenken an Sinti und Roma

Biografischer Austausch im RomnoKher (Haus der Kultur) im Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg

Am 27. Oktober trafen sich der PAKH-Vorstand und PAKH-Mitglieder mit Mitgliedern des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg in Mannheim zum biografischen Austausch im RomnoKher (Haus der Kultur). Die PAKH-Mitglieder bekamen von Daniel Strauß, dem Vorsitzenden des Landesverbands, eine Einführung in die Geschichte der Sinti und Roma und eine Führung durch die Ausstellung »Mari Parmissi«. Anschließend erzählten die Teilnehmenden sich ihre sehr unterschiedlichen Geschichten vor dem Hintergrund der NS-Zeit und machten einen Spaziergang zu einem Gedenkort für die Mannheimer Sinti, die von den Nationalsozialist:innen ermordet wurden. Es war ein bewegender und intensiver Tag, der den dringend notwendigen, gesellschaftlichen Austausch und auch den Dialog innerhalb des PAKH voranbrachte. 
Wir sind dem Team des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg sehr dankbar für diese einzigartige Gelegenheit.

Foto: Melody Klibisch, Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg

PAKH-Veranstaltung

Großonkel Pauls Geigenbogen
Die Familiengeschichte eines preußischen Sinto
Lesung mit Gespräch und Musik

Köln, Do. 21. Nov. 2024, 18:00 Uhr

Seit Jahrzehnten kämpft Romeo Franz für die Rechte von Sinti*zze und Rom*nja. Mit der Autorin Alexandra Senfft erzählt er eine akribisch recherchierte Chronik seiner preußischen Sinti-Familie vom 19. Jahrhundert bis heute. Außergewöhnliche Schicksale treten ans Licht – aber auch die Erinnerungen an Ausgrenzung, Abwertung im Kaiserreich und schließlich die Vernichtung durch die Nationalsozialisten.

Im Gespräch mit der Historikerin Dr. Karola Fings (Universität Heidelberg) stellen Romeo Franz und Alexandra Senfft (2. PAKH-Vorsitzende) die mitreißende Familiengeschichte vor, musikalisch begleitet von Sunny Franz (Geige) und Sascha Reinhardt (Gitarre).

In Kooperation mit dem Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust und dem Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. Das Projekt wird in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.

NS-Dokumentationszentrum
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln
Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

>> Rezension in den Blättern für deutsche und internationale Politik, August 2024