PAKH-Mitglied Dr. Jürgen Müller-Hohagen, Teil I
Was wa(h)r, 10.05.2022
>> ansehen
Zwischen Schuld und Verantwortung
Schwierige Gespräche und Tabus
Gedanken der Enkelin eines NS-Verbrechers
Zweite Vorsitzende des PAKH, Alexandra Senfft, Teil II
Was wa(h)r, 12.05.2022
>> ansehen
Großvater und Kriegsverbrecher
Gedanken der Enkelin eines NS-Verbrechers
Zweite Vorsitzende des PAKH, Alexandra Senfft, Teil I
Was wa(h)r, 12.05.2022
>> ansehen
Gefühlserbschaften nach dem Holocaust
Gedanken des Sohnes von Holocaust-Überlebenden
PAKH Vorstand Dr. med. Peter Pogany-Wnendt, Teil II
Was wa(h)r, 12.05.2022
>> ansehen
Der Täter in meiner Familie
Der Zweite Gedanke
Die „Wannsee-Konferenz“ – 80 Jahre später (2/3)
Die Debatte mit Carla Spangenberg, PAKH-Vorstandsmitglied Alexandra Senfft und PAKH-Mitglied Johannes Spohr
>> RBB, Do 20.01.2022 | 19:00 |
>> podcast hören

Im zweiten Teil unserer Reihe zum 80. Jahrestag der „Wannsee-Konferenz“ geht es um den Umgang mit einem Mittäter des Nationalsozialismus in der eigenen Familie. Die individuelle Schuld des Vorfahren, seine Verstrickungen in das NS-Gewaltsystem bleiben in den Familien häufig unausgesprochen. Oft werden die Vorfahren nachträglich als Widerstandskämpfer oder Opfer stilisiert. Was bedeutet Vergangenheitsaufarbeitung in der eigenen Familie? Sind Nachkommen von NS-Tätern dazu verpflichtet? Warum ist es zumeist erst die Enkelgeneration, die das Schweigen bricht? Zu welchen Verwerfungen innerhalb und außerhalb der Familie kann das führen?
PAKH-Veranstaltung mit Achim Doerfer online

Vortrag und Gespräch mit Autor Achim Doerfer: „Irgendjemand musste die Täter ja bestrafen. Die Rache der Juden, das Versagen der deutschen Justiz nach 1945 und das Märchen deutsch-jüdischer Versöhnung“, Kiepenheuer & Witsch 2021
Der Rechtsanwalt und Autor Achim Doerfer, Nachkomme von Holocaust-Überlebenden, erzählt aus seinem Buch und diskutiert mit den Zuhörer:innen
Moderation: Alexandra Senfft (PAKH)
17. März 2022 von 18-20 Uhr per Zoom
Rezension: History, Trauma and Shame
Engaging the Past through Second Generation Dialogue
edited by Pumla Gobodo-Madikizela, Routledge 2021
Trauer um den Journalisten Ingo Zander
Mit Trauer und Bestürzung mussten wir erfahren, dass der Journalist Ingo Zander am 27.10.2021 unerwartet gestorben ist. Ingo Zander gehörte zu den Journalisten, die keine Scheu vor dem journalistischen Kontakt mit AfD Mitgliedern hatten, und war eine stetig warnende Stimme vor den rechtsradikalen, rassistischen Tendenzen in der Gesellschaft. Ingo Zander war dem Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust, ehem. PAKH freundschaftlich verbunden. Er hat sich nicht nur von Zeit zu Zeit in verschiedenen Gruppen, wie dem Literaturkreis oder in der Gruppe „Aktuelles“ mit seinem profunden Wissen zu den Themen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und AfD eingebracht, sondern hat auch in der Sendung „Neugier genügt“ auf WDR 5 über den PAKH berichtet. Seine Stimme wird fehlen.
Gestern ist Jetzt: Über den PAKH
Unsere Gäste heute: die Psychotherapeut*innen Erda Siebert und Peter Pogany-Wnendt
Online Veranstaltung: Das Elend der Verschickungskinder

7. Mai 2021, 18-19:30 Uhr Einladung zu einem Online-Vortrag für PAKH Mitglieder, PAKH-Freund*innen und Kooperationspartner*innen.
Wegen einer Teilnahmebegrenzung bitten wir, sich bis zum 6. Mai zum Online-Vortrag per Email anzumelden unter info@pakh.de
Das Elend der Verschickungskinder ist erst seit August 2019 öffentlich geworden. Die 6-wöchigen Aufenthalte betrafen Kindern ab dem 2. Lebensjahr. In Kindererholungsheimen, Kinderheilstätten und Kinderkureinrichtungen herrschten in den 50-90er Jahren teils finstere und grausame Zustände. Noch weit nach Ende des Faschismus wurde dort unter Ausschluss der Eltern und der Öffentlichkeit eine schwarze Pädagogik propagiert und praktiziert, die nicht in den Kompetenzbereich medizinischer Berufe fällt und dem Stand der Zeit nicht entsprach. Vierjährige Kinder wurden während dieser „Erholungsaufenthalte“ gedemütigt, beleidigt, geschlagen und in einer Weise traktiert und mit Strafen überzogen, die an NS-Gefängnisse erinnern. Die Motive der Ärzte und Pflegekräfte sind dabei kritisch zu untersuchen, da neben der vorgeblichen Absicht, den Kindern Erholung von Krankheiten angedeihen zu lassen, andere Motive und Interessen immer deutlicher zutage treten: Die Nachwirkungen der NS-Zeit sind überdeutlich. Anja Röhl hat in ihrem kürzlich erschienenen Buch: Das Elend der Verschickungskinder, erstmalig dieses Phänomen untersucht und stellt den aktuellen Forschungsstand vor. Anja Röhl machte das Trauma der Verschickungskinder 2019 in der breiten Öffentlichkeit publik. Als Betroffene gründete die Sonderpädagogin und Autorin 2019 mit anderen ehemaligen Verschickungskindern die Initiative Verschickungskinder (www.verschickungsheime.de). Sie hält Vorträge zum Thema und sammelt seit Jahren Betroffenenberichte. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Frühpädagogik, institutionelle Gewalt und transgenerationale Weitergabe von NS-Erziehung. Im Januar 2021 erschien ihr Buch »Das Elend der Verschickungskinder. Kindererholungsheime als Orte der Gewalt« im Psychosozial-Verlag. Davor erschien von ihr 2013 „Die Frau meines Vaters. Erinnerungen an Ulrike“.
