„Aga“ – das neue Buch von PAKH-Mitglied Agnieszka Lessmann ist erschienen

 

Agnieszka Lessmann: „Aga“. Roman, 
Gans Verlag, Berlin.
ISBN 978-3-946392-60-6

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agnieszkalessmann.de

Zwei Mal schon hat sie mit ihren Eltern die Kontinente gewechselt und den Namen gleich dazu. Nun zieht Aga ins „Land der Mörder“, so hat sie es aufgeschnappt. Angekommen in einem Haus der jüdischen Gemeinde, macht sich das kleine Mädchen auf die Suche nach ihnen. Erik Ode, der Kommissar, den sie im Fernsehen kennenlernt, hilft ihr dabei.Agnieszka Lessmanns autobiografisch gefärbter Roman erzählt subtil, wie das Schweigen der Überlebenden den Nachkommen zur Last wird – und wie ihre heranwachsende Hauptfigur in gewitzter Selbstbehauptung die Hoffnung auf Heilung  nie aufgibt.

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„Present Past“ – das neue Buch von PAKH-Mitglied Dr. Johannes Spohr

Present Past. Wie Nachfahren ihre NS-Familiengeschichte erforschen

 

Present Past. Wie Nachfahren ihre NS-Familiengeschichte erforschen
Johannes Spohr (Hrsg.), unter Mitarbeit von Claudia Krieg

Zehn Geschichten, zehn Wege: Nachfahren berichten, wie sie zum Nationalsozialismus in der eigenen Familie recherchiert haben, was sie herausgefunden haben und wie sie mit den Erkenntnissen umgehen. Sie geben damit Einblick in persönliche Erinnerungspraktiken einer wachsenden Minderheit in der deutschen Gesellschaft. Ergänzt werden die Erfahrungsberichte durch Beiträge, die gesellschaftliche Entwicklungen zum Thema sowie Neuerungen in den Archiven darstellen. Ein Ermutigungsbuch für alle, die sich auf die Suche begeben wollen.

Re/Connecting emotions and impacts on teaching

An autoethnography of a missing national socialist family narrative
von PAKH-Mitglied Anne Wihstutz, in: Ethnography and Education, October, 7th, 2025

ABSTRACT
This paper elaborates on the particular relationship between emotion, memory and teaching in Higher Education in post-Nazi Germany. Emotions as social patterns connect the individual with the social. They play a crucial role in collective and individual memories. The author discloses in her autoethnography how she is reconnecting emotionally to a missing National Socialist family narrative, discussing the impacts of this reflective writing process on her teaching and memory work in early childhood teacher education. The autoethnographic approach provides insights into workings of emotional experiences which are otherwise difficult to grasp, like speechlessness. Challenges and opportunities of autoethnography are discussed regarding education’s aim to enable a transformation of self and world relations. The paper argues for the adoption of a global and comprehensive approach in memory work and education against moralising and formulaic, identity-related practices.

>> zum Beitrag hierEthnography and Education, October, 7th, 2025

The Objects of Love

Die Ausstellung unseres PAKH-Mitglieds Oliver Sears nun auch in Lodz/Polen
Vernissage am 15. Oktober 2025

„The Objects of Love“ erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Anhand einer kuratierten Sammlung wertvoller Familiengegenstände, Fotografien und Dokumente wird das Schicksal einzelner Menschen beschrieben, deren Leben im von den Nazis besetzten Polen und darüber hinaus auseinandergerissen wurde. Der in London geborene und in Dublin lebende Kunsthändler Oliver Sears lässt diese extreme Seite der europäischen Geschichte lebendig werden, in der seine Mutter Monika und seine Großmutter Kryszia die pulsierenden Herzen einer epischen und intimen Geschichte über Liebe, Verlust und Überleben sind. Die Ausstellung wird von einem wunderschön gestalteten illustrierten Begleitheft sowie einer Audioführung begleitet.

Rewriting Berlin People’s App

Unser Mitglied Dr. Iris Wachsmuth ist Mit-Initiatorin und -Entwicklerin der People’s App „Rewriting Berlin“

Die zweisprachige App (dt./engl) führt die Nutzer*innen zu besonderen Geschichten in Vergangenheit und Gegenwart der 800jährigen Berlin-Geschichte.  Die App beinhaltet diese neun Themen:

Revolutionäres BerlinJüdisches BerlinFrauen BerlinsQueeres BerlinPostkoloniales BerlinNationalsozialismus: Widerstand & ErinnerungDDR-OppositionMigrationen und Urbane Pioniere 

An diesen Orten haben Menschen ihre Stimme und ihre Möglichkeiten genutzt, um patriarchale, imperiale und autoritäre Machtverhältnisse zu bekämpfen oder zu unterlaufen und die jeweiligen Herrschaftssysteme herauszufordern und ihre Rechte einzufordern. Peoples`s Berlin beleuchtet die alternativen, subversiven oder auch ausgelöschten Geschichten – mit dem Fokus auf mutiges und verantwortungsvolles Handeln. Der Schwerpunkt auf zivilgesellschaftlichem Engagement ist der rote Faden, der die Beiträge der People’s Berlin App zusammenfügt. Dieser digitale Zugang ermöglicht es diese Geschichten von jedem Ort der Welt mit Internetzugang zu erkunden – kostenlos und werbefrei.

>> zur Rewriting Berlin app

Erforschung der NS-Vergangenheit: Die Entlastung des eigenen Opas

80 Jahre nach der Kapitulation häufen sich Texte von Enkel*innen, die ihren NS-Hintergrund recherchiert haben. Was ist dran an der Kritik, es handle sich bei dieser Ahnenforschung nur um „einen frischen Zweig deutscher Identitätskultur“?,
PAKH-Vorständin Alexandra Senfft in: der Freitag, 15. Juni 2025

„Wie hätte ich mich damals verhalten?“ – diese Frage galt lange als akademisch. Angesichts der breiten Zustimmung zur AfD ist sie jedoch brandaktuell: „Wie muss ich mich heute verhalten?“ 80 Jahre nach Kriegsende suchen Kinder, Enkel und Urenkel nach Erklärungen in der eigenen Familie: Welche Rolle haben ihre Angehörigen in der NS-Zeit gespielt? Gibt es gute oder schlechte Vorbilder in der eigenen Geschichte? Wie reagiert man adäquat, wenn im eigenen Umfeld menschenverachtende Bemerkungen fallen?

Die Eltern und Großeltern haben wenig gesagt, mit ihrem mitunter beredten Schweigen jedoch einen unausgesprochenen Auftrag an ihre Kinder erteilt: Die einen erfüllen ihn, indem sie sich an rechtem Gedankengut ergötzen und gewalttätig werden. Die anderen wollen stattdessen von innen heraus erkunden, wie Faschismus sich in die Seelen brennt. Die Corona-Zeit war nicht nur eine Brutstätte von Viren, sondern auch von Verschwörungstheorien und Umsturzfantasien. Für andere war das keine Option, sondern eine gute Gelegenheit, endlich im Familiennachlass zu kramen und dem familiären Gedächtnis auf den Grund zu gehen. Oft fanden sie Fotos, Dokumente, Orden oder Devotionalien, die eine krass andere Geschichte erzählen als diejenige, die in der Familie kolportiert wurde.“

>> zum Artikel (hinter einer Paywall)

The Holocaust and inherited memory

How we remember in the 21st century
By PAKH-member Oliver Sears (Holocaust Awareness Ireland)

Oliver Sears explores Holocaust memorialisation through the prism of his own remarkable and tragic family history. How best, he asks, do we honour and preserve history, in the 21st century?

Yom HaShoah, which fell on 23 April this year, was the first official Holocaust Memorial day, established in Israel in 1951 to commemorate the Warsaw Ghetto Uprising in 1943. It took another 54 years before the UN designated 27 January International Holocaust Memorial Day.

With extraordinary courage and, knowing that they could not possibly win, a group of young, poorly armed ghetto fighters defied the might of the SS for a month, stemming the continuous deportation of Jews from the ghetto to Treblinka, a death camp north of Warsaw where some 900,000 Jews were murdered in 18 months, gassed within 90 minutes of arrival. 90 per cent of the Warsaw ghetto was deported to Treblinka, where there were no more than 60 survivors. While their resistance was futile, the ghetto fighters bought the 55,000 remaining ghetto residents an extra month of life, a month which offered them their last winking ember of hope before the ghetto was finally liquidated and they, too, were deported to their deaths.

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Neuerscheinung von PAKH-Autor:innen

Das transgenerationelle Erbe von Schuld und Scham
Von traumatischer Erstarrung zum empathischen Dialog


Peter Pogany-Wnendt, Elke Horn, Beata Hammerich, Erda Siebert & Johannes Pfäfflin, mit einem Vorwort von Björn Krondorfer

Trotz der Komplexität und Schwere transgenerationeller Traumata nach Genozid und Massengewalt gibt es Wege, darüber in Austausch zu treten. Für den schwierigen und schmerzhaften Prozess bedarf es eines langjährigen und empathischen Dialogs mit der Gegenseite des posttraumatischen Erbes. Dabei greifen die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und individuelle Selbstreflexion einerseits und die parallelen Auseinandersetzungen in der Gruppe andererseits fruchtbar ineinander.

Durch autobiografische Erzählungen, psychoanalytische Interpretation und Konzepte der Gruppenanalyse vermitteln die Autor*innen ein tiefgreifendes Verständnis für die Komplexität des Anliegens. Betroffene transgenerationeller Massengewalterfahrungen wie dem Holocaust und Krieg können aus diesen Ausführungen Mut schöpfen, sich dieser Aufgabe zu stellen.

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Buchreihe: Forum Psychosozial
233 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
Erschienen: Oktober 2024
ISBN-13: 978-3-8379-3382-6
Bestell-Nr.: 3382

A Café Called Dorice

PAKH-Mitglied Oliver Sears in RTE Radio 1 Irland
On a family friend, Josef Cukier, stranded in London at the outbreak of WW2, and his plan to rescue his wife and two daughters, Jews caught in the chaos and terror of Nazi-occupied Poland
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